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Norbert Hohmann
Schmiedelandhaus
Döbelnerstr. 19
09661 Rossau / OT Greifendorf

Tel.: 037207 / 992 88


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Es berät in allen Fragen Küchenchef und Inhaber Norbert Hohmann


Die Geschichte der Schmiede

Der älteste Teil der Schmiede stammt aus dem 17. Jahrhundert. Dazu gehören die Gaststube, die Küche und die Schmiedewerkstatt. Diesen Teil erkennt man am sogenannten Leiterfachwerk, was zu dieser Zeit üblicherweise gebaut wurde. Sie ist die älteste, noch erhaltene und original eingerichtet Dorfschmiede in Sachsen.

Zuletzt wurde der Ostflügel um ca. 1910 angebaut und diente im unteren Teil als Stallung, Abort und Hufbeschlag der Pferde. Darüber wurden neue Wohnräume geschaffen, die über einen neuen Treppenzugang erreichbar sind.

Das Waschhaus wurde Anfang der 1950er Jahre gebaut und zusätzlich als Hühnerstall, Bade- und Schlachthaus genutzte. Heute befinden sich darin Toiletten und ein Lager.

Bis 1995 lebte die Familie Teucher in der Dorfschmiede. Sie lebten und arbeiteten seit Generationen an diesem Ort. Der letzten Dorfschmied hieß Otto Teucher. Sein Meisterbrief hängt noch heute in der Schmiedewerkstatt.

Im Jahre 2000 kaufte der gebürtige Sachsen-Anhaltiner Reinhard Schulze die alte Dorfschmiede um sie in jahrelanger, liebevoller Kleinstarbeit und überwiegend in Eigenleistung, zu renovieren. Er legte bei der Renovierung größten Wert auf originalgetreue Wiederherstellung. Alte Fenster und Türen wurden aufgearbeitet. Es wurden alte Baustoffe wie Lehm, Stroh, Sand und Kalk verwendet. Selbst alte Elektroleitungen mit Schaltern und Lampen wurden behutsam restauriert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der historische Blasebalg bekam neues Leder und alle Gerätschaften wurden gesammelt und zugeordnet. Er schuf so ein architektonisches, erhaltenswertes Kleinod. Ein Stück Heimat. Er machte die Schmiede der Öffentlichkeit zugänglich.

Leider musst er im Jahr 2009 die Künstlerschmiede aus gesundheitlichen Gründen schließen.

Im Sommer 2011 fanden sich aber neue Pächter für die Schmiede und füllen seitdem das Haus wieder mit Leben.

Greifendorf mit seinem Erblehngericht entstand um 1160, also vor etwa 850 Jahren. Markgraf Otto der Reiche erhielt von Konrad I. (Konrad von Meißen) große Ländereien, die Mark Meißen. Von dort aus verlieh er diese aus Dankbarkeit für treue Dienste an seine Ritter. In Greifendorf wurde die „Herrschaft“ für die obere und niedere Gerichtsbarkeit bis hin zur Todesstrafe ausgeübt. Es verlief bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Handelsstraße durch den Ort, weshalb sich auch viele Handwerker und Landarbeiter hier niederließen.